Aus dem Nichts

Das ELBKINO zeigt am Samstag, 9.6. um 20.00 Uhr den deutschen OSCAR-Kandidaten und Golden-Globe-Gewinner „Aus dem Nichts“ von Fatih Akin. Das eindringliche und berührende Drama ist der erste Film, der den Terror der NSU als Motiv aufgreift und   den Zuschauer mitnimmt in die Trauer und Wut der Angehörigen und Opfer über das erfahrene Unrecht durch die Täter einerseits und das Versagen des Staates andererseits. 

„Natürlich haben mich die Morde empört“, sagt Akin, „aber richtig schlimm fand ich, dass Polizei und Geheimdienst jahrelang im Umkreis der Opfer nach den Tätern gesucht haben und dabei die Opfer als Mafiosi oder Drogendealer verunglimpften. Auch die Medien haben dabei mitgemacht. Diese Menschen sind zweimal gestorben!“.

Getragen wird der Film von einer überragenden Diane Krüger, die für Ihre beeindruckende Darstellung einer Frau, deren Angehörige Opfer eines Anschlags wurden, die Goldene Palme als beste Darstellerin bei den Filmfestspielen in Cannes 2017 erhielt.

Aus dem Nichts
von Fatih Akin,
mit Diane Krüger, Dennis Moschitto, Numan Acar
D 2017, 106 Min., ab 12

Katja (Diane Kruger) verliert ihren Mann Nuri (Numan Acar) und ihren Sohn Rocco (Rafael Santana) bei einem Bombenanschlag. Sie ist tief erschüttert. Es gibt niemanden, der ihre Trauer lindern kann – ihren Schmerz betäubt sie mit Drogen. Katja denkt daran, sich umzubringen. Als die Polizei das Neonazi-Paar Edda (Hanna Hilsdorf) und André Möller (Ulrich Friedrich Brandhoff) verhaftet, weil ein entscheidender Hinweis von Andrés Vater (Ulrich Tukur) einging, schöpft Katja Hoffnung.

Der Prozess, bei dem sie von Nuris bestem Freund Danilo Fava (Denis Moschitto) anwaltlich vertreten wird, ist anstrengend, doch die Aussicht auf eine Verurteilung der Täter gibt Katja Kraft. Nachdem Verteidiger Haberbeck (Johannes Krisch) geschickt Zweifel gesät hat, müssen Edda und André mangels eindeutiger Beweise freigesprochen werden. Katja ist wütend…