Der Junge muss an die frische Luft

Die Verfilmung der Autobiografie von Hape Kerkeling war der erfolgreichste deutsche Film des Jahres 2018 – ist aber nicht nur darum großartig! Regisseurin Caroline Link (,Jenseits der Stille‘, ,Pünktchen und Anton‘) inszeniert Hape Kerkelings Kinderjahre mit Herz und Verstand. Sie lässt es sich nicht nehmen, seine späteren Kunstfiguren sanft anklingen zu lassen. Ruth Toma hat dem Hape-Darsteller Julius Weckauf zündende One-Liner ins Drehbuch geschrieben, die der Junge wunderbar abliefert.

Der Junge muss an die frische Luft
Regie: Caroline Link
Mit: Julius Weckauf, Luise Heyer, Sönke Möhring, Joachim Krol, Ursula Werner, Hedi Kriegeskotte
Drehbuch: Ruth Toma nach Hape Kerkeling
Kamera: Judith Kaufmann
Musik: Niki Reiser, Stefan Döring
D 2018, 100 Min., FSK 6

Der Ruhrpott im Jahr 1972: Der neunjährige Hans-Peter (Julius Weckauf) ist ein wenig pummelig, lässt sich davon aber nicht bedrücken. Stattdessen feilt er fleißig an seiner großen Begabung, andere zum Lachen zu bringen, was sowohl bei den Kunden im Krämerladen seiner Oma Änne (Hedi Kriegesgott) als auch bei seiner ebenso gut gelaunten wie feierwütigen Verwandtschaft natürlich gerne gesehen wird.

Doch dann wird seine Mutter Margret (Luise Heyer) wegen einer chronischen Kieferhöhlenentzündung operiert und verliert ihren Geruchs- und Geschmackssinn, wodurch sie in eine tiefe Depression stürzt. Sein Vater Heinz (Sönke Möhring) ist ratlos, aber Hans-Peter fühlt sich dadurch nur noch umso mehr angetrieben, sein komödiantisches Talent auszubauen …