Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit

Der New Yorker Künstler Julian Schnabel, der als Regisseur mit ,Schmetterling und Taucherglocke‘ bekannt wurde, vermittelt uns in seinem Film seine Sicht auf die letzte Lebenszeit von Vincent van Gogh und auf die dabei entstandenen Werke. Willem Dafoe wurde für seine Darstellung auf dem Filmfest in Venedig im September 2018 mit dem beliebten „Coppa Volpi“ als bester Darsteller ausgezeichnet. Bei den Oscars durfte er den Abend als Nominierter erleben, der nicht auf die Bühne muss. Die farbenfrohen Bilder schuf der französische Kameramann Benoît Delhomme.

Der 35-jährige Vincent van Gogh (Willem Dafoe) hat schon über hundert Gemälde gemalt, doch immer noch keinen Erfolg mit seiner Kunst. Außerdem leidet er unter starken psychischen Problemen und ist vom Weltschmerz geplagt. Um den Druck des Lebens in Paris zu entfliehen, zieht er in den Süden Frankreichs in ein kleines Dorf namens Arles, wo er die Natur mit seinem Pinsel auf der Leinwand festhält.

Sein enger Freund und Kollege Paul Gauguin (Oscar Isaac) besucht van Gogh in seiner neuen Heimat zwar, findet dessen Gedankenwelt aber zu düster und erdrückend, weswegen er ihn bald wieder verlässt. Nur van Goghs Bruder und Kunsthändler Theo (Rupert Friend) unterstützt ihn, wo er kann. Meistens ist der Künstler aber alleine mit sich und seinen unberechenbaren Stimmungsschwankungen.

Seine mentalen Dämonen lassen ihn nicht los und treiben van Gogh in eine psychiatrische Anstalt, bis er im Jahr 1890 unter rätselhaften Umständen stirbt…

Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit
Regie: Julian Schnabel
Drehbuch: Jean-Claude Carrière, Julan Schnabel, Louise Kugelberg
Kamera: Benoît Delhomme
Musik: Tatiana Lisovkaia
Darsteller: Willem Dafoe, Rupert Friend, Oscar Isaac, Mads Mikkelsen, Mathieu Almaric, Emmanuelle Seignier, Niels Arestrup
FR/US 2018, 111 Min., FSK 6