The Death of Stalin

Die bitterböse Polit-Satire von Armando Iannucci überzeugt mit präzisen, scharfzüngigen Dialogen und köstlichen Darstellern; in der Hauptrolle glänzt Steve Buscemi. Regisseur Iannucci schafft es nicht nur die (unmoralischen) Figuren aus der gleichnamigen Graphic Novel, die als Vorlage diente, zu übernehmen, er verliert dabei auch nie die historischen Zusammenhänge aus den Augen.

The Death of Stalin
Satire, Komödie – Frankreich/UK/Belgien 2017
von Armando Iannucci
mit Steve Buscemi, Simon Russell Beale, Jeffrey Tambor, Michael Palin, Paul Whitehouse, Andrea Riseborough
107 Min., FSK-12

Moskau, 2. März 1953. Ein Mann liegt nach einem Schlaganfall im Sterben. Bald wird er das Zeitliche segnen – und wer es jetzt richtig anstellt, kann seinen Platz einnehmen.

Der sterbende Mann heißt Josef Stalin: Generalsekretär der UdSSR, Diktator, Tyrann und Massenmörder. THE DEATH OF STALIN ist eine Satire über die Tage zwischen seinem unrühmlichen Ableben und seiner pompösen Beerdigung: Tage, in denen die Mitglieder des Politbüros mit allen Mitteln darum kämpfen, die Macht zu übernehmen. Tage, in denen sich der ganze Wahnsinn, die Verkommenheit und die alltägliche Unmenschlichkeit des Totalitarismus in allen Facetten offenbaren.

Regisseur Armando Iannucci inszeniert eine großartige Komödie über die absurden Intrigen um Josef Stalins reiches Erbe, bei denen einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Iannucci ist bekannt für seine scharfzüngigen, politischen Satiren, wie die mit dem Emmy® ausgezeichnete Serie „Veep – Die Vizepräsidentin“ oder die für den Oscar® nominierte Komödie „Kabinett außer Kontrolle“. Mit THE DEATH OF STALIN ist Iannucci nun eine grandios besetzte Polit-Satire gelungen, messerscharf, bitterböse und vor allem wahnsinnig witzig.

In Russland darf der Film übrigens nicht in Kinos gezeigt werden

Trailer